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Analyse – Windows XP ist kaum totzukriegen


Posted on: Oktober 2nd, 2014 by linkhero
 

Im Jahr 2001 veröffentlichte Microsoft Windows XP. Das Betriebssystem erwies sich als gelungen und erlangte hohe Beliebtheit unter den Nutzern und einen entsprechend dominanten Marktanteil. Doch der Erfolg hat Schattenseiten, die Microsoft 13 Jahre später zu spüren bekommt.

Der unmittelbare Nachfolger von XP, das 2006 erschienene Vista, floppte. Erst 2009 überzeugte man die User wieder mit Windows 7, das langsam zum neuen Platzhirschen aufstieg. Eine Version später – mittlerweile ist Windows 8.1 am Markt – hat Windows XP weiterhin einen hohen Marktanteil. Und laut den neuesten Zahlen von Netmarketshare sinkt er nur noch sehr langsam.

23,89 Prozent

Knapp 30 Prozent aller User waren demnach Anfang des Jahres noch mit einem XP-System im Netz unterwegs. Im April stellte Microsoft den Support für das System – und damit auch die Lieferung von Sicherheitsupdates – vollständig ein. Lediglich die eigene Antivirus-Software „Security Essentials“ wird auf XP noch bis Mitte 2015 mit neuen Signaturen versorgt.

Im August nahm der Marktanteil nur noch um weniger als einen Prozent und liegt nun bei 23,89 Prozent, womit XP mit klarem Abstand zu Windows 8 und 8.1 (insgesamt 13,37 Prozent) die zweithäufigst genutzte Windows-Ausgabe ist. Geht es in diesem Tempo weiter, könnte es hypothetisch noch über zwei Jahre dauern, bis der Oldie vom Markt verschwunden ist.

Windows 8 zuwenig attraktiv für Umstieg

Die Ursachen sind mannigfalitg. Eine ist die von Anfang an schleppende Verbreitung von Windows 8. Mit einem massiven Interface-Umbau wollte Microsoft eine „Touch First“-Strategie forcieren, verärgerte damit aber Nutzer „klassischer“ PCs. Der Aufbruch in die mobile Welt mit den hauseigenen Surface-Convertibles misslang in den ersten Anläufen, für die dritte Generation stehen die Vorzeichen besser.

Die Windows-8-Umsetzung für Geräte auf Basis von ARM-Hardware unter dem Namen Windows RT verblieb ungeliebt und sorgte außerdem für Verwirrung. Hinzu kommt, dass man den Kritikern der forcierten „Metro“-Oberfläche mit Windows 8.1 und dessen großem „Update 1“ nur halbherzig entgegengekommen war.

Auch Windows 7 kommt in die Jahre

Windows 7 ist mit fünf Jahren mittlerweile auch keine aktuelle Plattform mehr, dazu dürfte Windows 9 – in dem bisherigen Berichten zufolge Touch- und Desktop wieder streng getrennt sein sollen – als potenziell attraktive Umstiegsmöglichkeit bald vor der Tür stehen.

Kostenhürde

Neben einem gewissen Mangel an Alternativen ist dabei nicht zu vergessen, dass langjährige XP-Nutzer mit einem Umstieg auf ein aktuelleres System aufgrund gestiegener Anforderungen wohl auch neue Hardware erwerben müssen. Dies schafft eine Kostenhürde, eine derartige Anschaffung will schließlich wohl überlegt sein.

Mobile Wende

Gleichzeitig ermöglichen es immer leistungsstärkere und funktionsreichere Smartphones und Tablets, viele Tätigkeiten vom klobigen Desktop-PC oder Notebook auf wesentlich handlichere Devices auszulagern, was zusätzlich die Notwendigkeit einer Aufrüstung oder eines Neukaufs vermindert.

Das hat auch Microsoft erkannt und – mit einem Auge auf weniger zahlungskräftige Klientel in Schwellenmärkten schielend – die Herstellung günstiger und kleiner Windows-Tablets ermöglicht. Bis sich erweist, ob diese Strategie aufgeht, werden allerdings noch einige Monate ins Land ziehen.

Service Pack 4

Zahlreiche Nutzer werden also noch auf absehbare Zeit mit einem Windows XP-System arbeiten und sich damit einem nicht gerade unerheblichen Sicherheitsrisiko aussetzen. Abhilfe schaffen hier findige Hacker, die auf eigene Faust neue Service Packs für das dreizehn Jahre alte Betriebssystem basteln.

Ein Entwickler mit dem Pseudonym „harkaz“ werkt an einem inoffiziellen „Service Pack 4“, dessen dritte Betaversion kürzlich veröffentlicht wurde. Es soll nicht nur alle bisherigen XP-Updates beinhalten, sondern auch eigene Tweaks und Patches mitbringen und jene Registrierungsänderung vornehmen, mit welcher noch bis 2019 jene Updates von Microsofts Servern holt, die eigentlich für die spezialisierte „Point of Sale“-Version von XP gedacht ist, die sich etwa auf Kassensystemen wiederfindet.

Vor dieser „Lebensverlängerung“ hat Microsoft bereits gewarnt, da diese Updates bei einem normalen Windows-System möglicherweise nicht alle Sicherheitslecks abdecken und Probleme durch Inkompatibilitäten verursachen können.

Sicherheitsfirmen springen ein

Auch Sicherheitsunternehmen nutzen die Situation. Malwarebytes hat etwa ein Produkt veröffentlicht, das XP-Nutzer auch ohne offizieller Patches vor Gefahren abschirmen soll. Der Support für die Software, so erklärt die Firma gegenüber The Inquirer, soll andauern, so lange Microsoft dies ermöglicht.

Lebensverlängerung gegen Bezahlung

Auch Microsoft selbst springt in die Bresche. Einige Organisationen und größere Unternehmen, wo eine Migration langjährig gewachsener IT-Infrastruktur auf neue Hardware und Systeme langwierig und kostspielig ist, bezahlen den Redmonder Konzern für eine zeitliche Erweiterung des Supports.

Dazu gehört auch das österreichische Bundesheer. Der Umstieg von XP auf Windows 7 war einst für September 2013 geplant, wurde aber schließlich verschoben. Letzten Informationen zufolge soll das Upgrade nun Ende diesen Jahres beginnen und bis April 2015 abgeschlossen sein. Ein Kauf der Supportverlängerung für XP, wie sie auch die deutsche Bundeswehr erworben hat, war zu diesem Zeitpunkt „in Planung“. (Georg Pichler, derStandard.at, 21.09.2014)

 

Adresse der Quelle:

derstandard.at/2000005063188/


 
 
 

Microsoft bringt sein neues Tablet Surface Pro 3 am Donnerstag in Deutschland an den Start. Das Tablet soll ein komplettes Notebook ersetzen und greift das Macbook Air von Apple an. Dafür soll das aktuell Betriebssystem Windows 8 voll ausgenutzt werden.

Anders als seine Vorgänger ist das Gerät mit seiner Ausstattung als ein vollständiger Notebook-Ersatz gedacht. Der Nutzer solle nun alles mit einem Gerät machen können, sei es privat surfen und Filme anschauen oder es beruflich für den produktiven Einsatz nutzen, sagte Microsoft-Manager Oliver Gürtler. Bereits vor der offiziellen Markteinführung hatte das Surface 3 zahlreiche positive Rezensionen erhalten.

Optimal auf Windows ausgelegt

Mit einer Bildschirmdiagonale von 12 Zoll ist es größer als die ersten Modelle, mit rund 800 Gramm aber auch leichter sowie merklich dünner. Es gehöre zu den dünnsten Geräten in der Notebook-Klasse, die mit Intels Core-Prozessor arbeiten, sagte Gürtler. Die Bildschirmauflösung sei ähnlich hoch wie bei Apples Retina-Displays, die einzelnen Pixel ließen sich nicht mehr erkennen. Laut Gürtler will Microsoft mit dem High-End-Gerät vor allem Apples Notebook Macbook Air Konkurrenz machen. Es gehe auch darum, die aktuellen Versionen von Windows als beste Wahl zu bewerben, da es eine breite Auswahl an verschiedensten Geräten für das System gebe.

Das Surface Pro 3 sieht Microsoft als Referenzdesign für Geräte an, die optimal auf sein Betriebssystem Windows ausgelegt sind. Mit dem ersten Surface-Modell hatte der Softwarekonzern im Jahr 2012 noch für manchen Unmut unter seinen Hardware-Partnern gesorgt, da er ihnen direkte Konkurrenz machte.

Halb Tablet, halb Laptop

Nach langer Durststrecke im Tablet-Markt hatte sich Microsoft damals entschieden, ein eigenes Gerät zu entwickeln, das die Vorzüge wie etwa die Touch-Unterstützung von Windows 8 optimal nutzen sollte. Ziel war es, im boomenden Tablet-Markt durchzustarten, der von Apple und Google klar dominiert wurde. Microsoft war es nicht gelungen, seine Marktposition bei Personal Computern auf die mobilen Geräte zu übertragen.

Mehr als zwei Jahre soll das Surface Pro 3 nun aber auch eine neue Gerätekategorie etablieren. Es sei für die Klasse der sogenannten Two-in-One-Geräte positioniert, sagte Gürtler. Mit optionaler Tastatur, die auch als Schutzklappe dient und sich mit einem verbesserten Magnetstreifen an den Bildschirm anbringen lässt, wird das Tablet zum Notebook. Mindestens neun Stunden Akku-Laufzeit sollen es für den beruflichen Alltag tauglich machen.

OneNote-Integration

Zu den Highlights gehöre neben den jetzt stufenlosen Neigungswinkeln auch die Integration von OneNote mit einem elektronischen Stift, sagte Gürtler. Mit einem Klick auf den Knopf an der Kopfseite öffnet sich automatisch die Notiz-Software auf dem Surface und ist ohne Start- und Wartezeit für handschriftliche Notizen verfügbar. „56 Prozent der Berufstätigen bevorzugen heute noch immer Papier und Stift“, sagte Gürtler.

Mit einem Preis zwischen rund 1000 und 2000 Euro orientiert sich das Surface deutlich am Premium-Bereich. Bei der dritten Generation seiner Tablets hatte sich Microsoft dagegen entschieden, ein kleineres und günstigeres Modell herauszubringen. Diese Gerätekategorie wird derzeit von Modellen mit Googles Android-System überschwemmt, Apple ist mit seinem iPad mini stark.

Kommt der PC zurück?

Der sich derzeit wieder erholende PC-Markt könnte Microsoft dabei in die Hände spielen. Branchenbeobachter sprechen bereits von einer Renaissance des PC-Geschäfts. Wie sich das Surface Pro 3 seit dem Start in den USA geschlagen hat, teilte Microsoft bislang nicht mit. Man sei aber mit den Vorbestellungen in Deutschland sehr zufrieden, sagte Gürtler.

 

Artikel-Quelle:

http://www.focus.de/


 
 
 

Bochum (ots) – Bereits im Mai 2011 berichteten die Spezialisten für NAND-Flash Datenrettung von KUERT, dass SSDs die einen Sandforce-Controller beinhalten Probleme bei der Datenrettung bereiten können.

Hintergrund hierbei ist eine internen Hardwareverschlüsselung, die sich durch den Anwender nicht deaktivieren läßt. Doch welche SSDs lassen sich nach einem Ausfall noch retten und sind somit empfehlenswert ?

KUERT benennt die Solid-State-Disks, die sich im Falle einer physikalischen Beschädigung oder aufgrund von elektrischer Überspannung auch retten lassen. Read the rest of this entry »